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Cannabis Anbau – Was musst du wissen?

Cannabis Anbau ist für manche ein Hobby und für andere wiederum ein Job. Viele fangen oft an, da sie es satt haben vom Dealer immer gestrecktes Gras zu bekommen und nicht zu wissen, was wirklich alles enthalten ist. Wir möchten dir einen Einblick in den Cannabis Anbau geben, damit du verstehst, worauf es ankommt und wie du das bestmögliche aus deiner Pflanze herausholen kannst. Aus diesem Grund haben wir einen Step-by-Step Guide geschrieben, wie du dich auf das Hanf anbauen vorbereiten kannst.

Der Anbau ist in vielen Ländern wie z. B. in Deutschland nicht legal. Deswegen informiere dich bitte vorher darüber, um nicht strafrechtlich auffällig zu werden.

Alle wichtigen Themen zum Cannabis Anbau für dich!

Cannabisanbau Deutschland – Die Rechtslage

Vorsicht beim Cannabis Anbau in Deutschland!
Auch wenn immer mehr Leute in Deutschland selber anbauen und für den Eigenbedarf reines Cannabis benutzen wollen, ist es in Deutschland nicht erlaubt. Nicht einmal die männliche Hanfpflanze darf angebaut werden. In Deutschland dürfen nur lizenzierte Landwirtschaftsunternehmen anbauen, welche bestimmte Genehmigungen besitzen.

Laut dem  § 29 ff. Betäubungsmittelgesetz (BtMG) kann es bei unerlaubten Hanf anbauen , Herstellung, Handel, Einfuhr, Ausfuhr, oder sonst in den Verkehr bringt, erwirbt oder sich in sonstiger Weise beschafft, bis zu fünf Jahren Freiheits- oder Geldstrafe geben.

Der Cannabis Anbau für den Eigenbedarf ist ein heiß diskutiertes Thema. Auf der einen Seite halten sich die Leute beim Hanf anbauen für den Eigenbedarf von den illegalen Dealern fern, welche zum größten Teil gestrecktes Weed verkaufen und auf der anderen Seite machen sie etwas Illegales, was in manch anderen Ländern schon legalisiert wurde.

Doch bis jetzt ist es immer noch illegal. Wir persönlich denken, dass es nur noch eine frage der Zeit ist, ab wann Cannabis auch in Deutschland endlich legalisiert wird.

Cannabis Anbau Checkliste

Bevor du anfängst, solltest du dir erst einmal überlegen, welche Möglichkeiten du überhaupt hast. Hast du die Möglichkeit auf outdoor growing oder doch lieber indoor growing, da es klein versteckt und unauffällig sein muss? Wenn du dich dann entschieden hast, solltest du dir überlegen, welche Hanfarten du gerne anbauen möchtest. Die am häufigsten genutzten Arten sind Sativa und Indika. Beide verschaffen dir einen atemberaubenden Rausch. Auf die anderen Sorten, werden wir erstmal nicht weiter darauf eingehen.

Doch auf welche Art von Rausch bist du aus?

Beide Arten zeigen verschiedene Anbaueigenschaften, bieten unterschiedliche Rauschzustände und haben verschiedene medizinische Wirkungen. Darauf werden wir gleich nochmal zurückkommen und dir beide Arten im Detail erklären. Wenn du dich dann entschieden hast, was du eigentlich möchtest und wo du Anbauen kannst, kannst du dir Gedanken über das Equipment, die Samen und die Pflege der Cannabis Pflanze machen.

Die Hanfarten

Es gibt tausende verschiedene Hanfarten. Doch sie haben alle mindestens eine genetische Wurzel von mindestens einer der folgenden Arten: Sativa, Indica und Ruderalis.
Alle Hanfarten haben verschiedene Eigenschaften und verschiedene Wirkungen auf den Körper.
Im Laufe der Jahre wurden diese Arten mehrfach miteinander gemischt, wodurch neue Arten entstanden sind, die für die verschiedensten Zwecke genutzt werden können.

Da sie alle unterschiedlich sind, ist es wichtig für dich zu entscheiden, was du später für einen Rauschzustand haben möchtest und welche Wirkung dir das Weed geben soll.

Unterschiedliche Hanfarten

Cannabis Sativa

Cannabis Sativa kommt aus den Ländern rund um den Äquator. In diesen Ländern wie Thailand und Indonesien variieren die Tageszeit nicht so, wie in den anderen Ländern. Da die Pflanzenwelt in diesen Ländern sehr kompakt ist und die Pflanzen um das Sonnenlicht regelrecht “kämpfen” müssen, hat sich die Cannabis Sativa Art zu einer Pflanze entwickelt, welche sehr hoch wächst und normalerweise schmaler als andere Arten bleibt.

Reinrassige Sativa Pflanzen, können bei optimalen Bedingungen, eine Höhe von bis zu 7 m erlagen. Normalerweise findet man aber heutzutage Sativa Pflanzen zwischen 2 m – 4 m. Durch die hohe Größe wirft die Cannabispflanze einen großzügigen Ertrag an Ernte ab. Dafür benötigt sie aber eine Blütezeit von ca. 16. Wochen. Cannabis Sativa ist bekannt für einen potenten und zerebralen Rausch, da das Gras einen verhältnismäßig hohen Gehalt an THC enthält und einen geringen Gehalt an CBD nachweist. Somit ist der Rausch durch Inspiration, Motivation, Appetitanregung, Euphorie, gehobene Stimmung, erhöhte Konzentration und Energie gekennzeichnet.

Cannabis Indika

Cannabis Indika stammt im Gegensatz zu Cannabis Sativa aus den wüstenhaften Ländern mit trockenem Klima wie Afghanistan, Libanon und Indien. In diesen Ländern ist die Tageslichtdauer oft unterschiedlich und nicht konstant. Der Name Indica entstand um 1785 herum durch einen europäischen Botaniker Jean Babtiste, welcher von seiner Reise durch Indien diese Art entdeckt haben soll.

Die Höhe der Pflanze beträgt hier nur um die 1 m – 2 m und sie ist recht buschig im Gegensatz zu Cannabis Sativa. Das bietet natürlich den Vorteil für all diejenigen, welche wenig Platz haben und den Hanf im Garten nicht so hoch wachsen lassen wollen. Sobald die optimale Größe erreicht ist, hört sie auf in die Höhe zu wachsen.

Reine Indika Sorten wachsen grundsätzlich in einer Weihnachtsbaum ähnlichen Struktur. Was sie noch sehr berühmt macht, ist die geringe Blütezeit von nur 6 bis 8 Wochen. Die Vorteile der Größe und der geringen Blütezeit machen sie zu einer sehr interessanten Sorte, welche auch oft mit der Sativa gekreuzt werden. Somit kann man einen perfekten Mix mit beiden Vorteilen erzeugen.

Tendenziell ist der THC Gehalt der Indica gering und der CBD Gehalt sehr hoch. Deswegen wird sie auch oft von der Medizin benutzt, da das CBD viele weitere positive Auswirkungen hat. Es gibt sogar Sorten, welche mehr CBD Gehalt als THC nachweisen. Das ist gerade für Hersteller von CBD Öl interessant. In Deutschland darf das CBD Öl, welches verkauft wird, nur einen maximalen Gehalt von 0.2 % THC nachweisen. Der Rausch von Cannabis Indika wird oft als “Couch Look” bezeichnet. Da der CBD Gehalt höher ist als bei Sativa, sind die typischen Merkmale Befreiung von Stress und Angst, gelockerte Muskelverspannung, körperliche Betäubung und ein erhöhter Dopaminspiegel.

Cannabis Ruderalis

Cannabis Ruderalis stammt aus den nördlichen Ländern der Welt wie z. B. China, Russland und Polen. In diesen Ländern ist oft sehr wenig Tageslicht vorhanden. Zum Teil kann es dort auch sehr kalt werden worauf sich die Cannabis Pflanze einstellen muss. Sie ist eine sehr kleine und vom Ertrag schwache Art, weswegen sie nicht so gerne zum Cannabis Anbau benutzt wird. Ein positiver Aspekt ist, dass Cannabis Ruderalis durch die Umstände der Umgebung sich zu einer sehr widerstandsfähigen cannabis pflanze und einem lichtunabhängigen Blüetzyklus entwickelt hat.

Der THC und CBD Gehalt von Cannabis Ruderalis ist sehr gering und somit ist der Rausch auch nicht wirklich empfehlenswert.

Autoflowering (Selbst blühende) Sorten

Heutzutage wird Cannabis Ruderalis gerne zum Kreuzen von Cannabis Sative und Indika benutzt. Es gibt dank der Kreuzungen schon Pflanzen, welche die Widerstandsfähigkeit und selbst blühenden Züge einer Ruderalis nachweisen aber vom THC und CBD Wert von Sativa und Indika dominieren. Somit hat sie dann alle positiven Eigenschaften von allen drei Arten.

Diese Art wird sehr gerne von Anfängern für das Hanf anbauen benutzt, welche sich nicht mit dem Lichtzyklus auskennen oder kümmern wollen. Auch kann sie fast das ganze Jahr für das Outdoor growing benutzt werden. Das Besondere an dieser Art ist es, dass sie eine Höhe von nur 60 cm – 120 cm erlangt und das je nachdem welche Sorte man benutzt, einen Lebenszyklus von der Saat bis zur Ernte in nur 3 Monaten erlangen kann.

Cannabis Hybriden

Cannabis Hybriden sind Produkte einer Kreuzung der oben genannten Arten welche von Züchtern erschaffen worden. Heutzutage findet man zum größten Teil nur Hybriden und nur noch ganz selten reinrassige Arten. Der Grund dafür ist, dass man all die guten Eigenschaften in einer Pflanze haben möchte, welche sich Ideal zum Cannabis Anbau einigen. Andere Gründe sind z. B. in der Medizin wo oft Arten erschaffen worden, wo der CBD Gehalt und anderen Cannabinoiden höher als der THC Gehalt ist.

Somit wird für jeden Zweck und unterschiedliche Rauschzustände versucht, die optimale Art zu kreieren. Die Konsequenz daraus ist, dass man oft nicht mehr genau sagen kann, welche Art in einer Cannabispflanze dominiert und aus welcher genauen Mischung sie stammt.

Die Cannabis Samen

Jeder angehende Cannabis Grower sollte wissen, dass die weiblichen Hanfpflanzen diejenigen sind, welche den Ertrag und den Rausch bringen. Die männlichen Hanfpflanzen sind für Befruchtung und somit der Samenerzeugung wichtig, was aber für den Cannabis Anbau zu Hause nicht relevant ist. Wenn es nun darauf ankommt die richtigen Samen zu finden, musst du sehr genau darauf achten, was du bekommst. Denn genau hier fängt alles an!

Es gibt viele verschiedene Anbieter die cannabis seeds anbieten aber oft auch sehr schlechte Qualität haben und du nicht genau weißt, ob du männliche oder weibliche Hanfsamen bekommt. Man unterscheidet zwischen regulären Hanfsamen, Feminisierte Hanfsamen und Autoflowering Hanfsamen.

Reguläre Hanfsamen

Reguläre Hanfsamen werden auf natürliche weise gewonnen. In einer Packung sind in der Regel 50 % männliche und 50 % weibliche Hanfsamen enthalten. Leider kann es auch vorkommen, dass es 80 % männlich und 20 % weibliche Samen sind. Deswegen musst du unbedingt darauf achten, dass du sobald du die männlichen Pflanzen beim Hanf anbauen erkennst, sofort entfernt.

Feminisierte Hanfsamen

Feminisierte Samen kommen nicht natürlich vor und werden durch eine spezielle Methode erzeugt. Sie sind für Züchter meist die effizienteste und bevorzugte Option, da sie nur weibliche Pflanzen Produzieren. Somit brauchst du eigentlich nicht darauf achten, ob männliche Pflanzen dabei sind. Allerdings musst du bei Feminisierten Hanfsamen tiefer in die Tasche greifen.

Autoflowering Hanfsamen

Autoflowering Hanfsamen fangen selber an zu blühen. Sie sind nicht so lichtempfindlich und unabhängig von der Jahres- und Beleuchtungszeit. Deswegen werden die Autoflowering Hanfsamen im Outdoor Bereich bevorzugt da man beim Indoor Growing selber den Lichtzyklus und die Belichtungszeit einstellen kann.

Für diejenigen, die Cannabis anbauen um selber Ertrag zu generieren ist es ausschlaggebend, Feminisierte Samen zu besorgen und keine männlichen Cannabispflanzen mit im Raum zu haben. Sobald männliche Pflanzen erkannt werden, musst du sie sofort rechtmäßig entsorgen. Somit können sie unter keinen Umständen die weiblichen Pflanzen bestäuben. Dies hätte dann Auswirkung auf den Ertrag und den Geschmack der Blüten und sie würden anfangen Samen zu produzieren. Ohne Bestäubung kann die Hanfpflanze sich dann voll und ganz auf das Produzieren der Cannabinoide und das Produzieren der Blüten konzentrieren

Doch woher weißt du, woher du die richtigen Cannabis seeds herbekommt und welche es am Ende sind?

Es gibt viele Samenbanken welche darauf spezialisiert sind weibliche Samen mit einer Chance von 99,9 % zu verkaufen. Preislich werden sie höher sein als eine Packung mit gemischten Samen aber du kannst dir sicher sein und hast keine Frustration am Ende. Gerade wenn du mit dem Hanf anbauen anfängst und gute Qualität haben möchtest, können wir dir das nahelegen.

Die Stecklinge

Hanfstecklinge für Cannabis Anbau

Viele Leute wollen nicht mit Samen anfangen, sondern suchen sich gleich hochwertige Stecklinge. Dies sind abgetrennte Teile einer schon vorhandenen Pflanze, welche eingepflanzt werden. Somit hat diese Pflanze dann genau die gleichen Gene wie ihre “Mutter” und man weiß genau, was man bekommt. Es ist sehr populär geworden, da es gerade für den Anfang eine einfachere Methode ist. Allerdings sind Stecklinge, vor allem in Deutschland wegen der Gesetzeslage, sehr schwer zu bekommen. Somit sind sie auch sehr teuer.
Viele Leute züchten erst einmal selber eine Pflanze von Anfang an und nehmen dann Stecklinge davon ab um aus einer Pflanze mehrere Pflanzen mit demselben Ertrag zu generieren.

Hanf anbauen – Die verschiedenen Arten

Je nachdem was dir zur Verfügung steht und worauf du Lust hast, hast du die Möglichkeit zwischen dem Indoor Growing oder Outdoor Growing zu entscheiden. Sobald du dich für die Sorte entschieden hast, mit welcher du Hanf anbauen möchtest und die passenden Samen oder Stecklinge gefunden hast, kann es losgehen.

Cannabis outdoor growing

Für das Outdoor growing ist es sehr wichtig einen geeigneten Standort zu finden. Der Begriff sagt, dass man Cannabis unter freiem Himmel anbaut und nicht zu Hause. Mit den richtigen Samen können Pflanzen sogar eine Höhe von bis zu 7 m erreichen. Hier musst du darauf achten, dass du eine Pflanze nimmst, welche sehr robust ist und bestmöglich wenig Pflege benötigt.

Es ist sehr wichtig, dass man die Pflanze genau beobachtet und die Keimung überwacht. Der richtige Standort ist hier das A und O.

Wenn der Standort nicht gut abgeschirmt ist, kann es passieren das irgendwelche Passanten, welche die Cannabis Pflanze entdecken, der Polizei melden oder einfach zerstören. Im Gegensatz zum Indoor growing hat man zwar weniger Arbeit, oft mehr Ertrag und es ist preislich gesehen günstiger. Allerdings ist die Pflanze vor Witterungseinflüssen wie Regen oder Kälteeinbrüchen, Schädlingen Schimmel oder Wildschaden nicht geschützt.

Man unterscheidet hier zwischen zwei Arten. Das “normale” Growing und das Guerilla Growing. Das normale outdoor growing wird auf dem eigenen Grundstück vollzogen. Man hat einen guten Platz der viel Sonneneinstrahlung hat und er ist abgeschirmt von anderen Leuten. Das Guerilla Growing findet auf öffentlichen Grundstücken wie im Wald oder anderen freien Plätzen statt. Hierbei musst du aufpassen, dass wenn du nach deinen Pflanzen schaust, nicht ohne Alibi aus dem Haus gehst. Am besten nimmst du z. B. ein Picknick Korb, eine Kamera oder ein Pilzbuch mit.

Auch beim Outdoor Growing musst du auf verschiedene Sachen achten und deinen Platz gut vorbereiten und die Pflanzen später zu pflegen. Einige Punkte sind z. B. das Equipment, die zusätzliche Erde, ggf. Dünger, der Standort mit guter Beleuchtung und Belüftung auf natürliche weise der Pflanze und natürlich die Bewässerung sowie die Schädlinge.

Cannabis indoor growing

Da das Outdoor growing für die meisten nicht infrage kommt, ist das Indoor growing eine gute Alternative. Diese Variante verspricht sehr gute Erträge. Allerdings muss hier tiefer in die Tasche gegriffen werden, da man mehr Equipment braucht, um all die Bedürfnisse der Pflanze künstlich nachstellen zu können. Zusätzlich muss man beachten, dass wenn die Cannabis Pflanze erst einmal anfängt zu blühen, eine intensive Duftnote nicht zu vermeiden ist. Hier ist auch wieder die Gefahr, dass Nachbarn oder Bekannte diesen Duft wahrnehmen und dies der Polizei melden. Deswegen musst du darauf achten, einen sehr guten Filter und Frischluftzufuhr beim Cannabis Anbau zu haben.

Beim Indoor Growing ist das Klima und die Samenwahl zum ersten egal, solange man alle erforderlichen Wachstumsbedingungen des Anbauraumes hergestellt werden können.

Wenn du nicht die Möglichkeit hast einen ganzen Ram für den Cannabis Anbau umzubauen, sondern nur wenig Platz zu Hause hast, ist eine gute und preisliche Alternative die sogenannten Growboxen. Diese kannst du zum Teil schon als Growbox Komplettset oder in verschiedenen Varianten kaufen. In den letzten Jahren ist der Preis der Produkte zurückgegangen, welches mehr Leuten die Möglichkeit gibt selber anzubauen.

cannabis anbau growbox

Nachdem du dich für einen Raum oder eine gute Growbox entschieden hast, musst du dich über das wichtige Equipment wie Erde, Lüftung, Frischluftzufuhr, Beleuchtung, Dünger, Ventilatoren, Töpfe, Bewässerungssystem, Nährstoffzufuhr und weiteren dingen informieren. Alternativ dazu, gibt es auch ein Growschrank Komplettset, welche zum Teil schon einige Sachen beinhalten. Nachteile beim Indoor Growing sind die Technische und teure Installation, die starke Geruchsbildung welche durch Filter eingedämmt wird. Oft musst du erst einen richtigen Platz in der Wohnung finden und dann der Zeitaufwand um das Klima und die Outdoor Eigenschaften im Indoor Bereich zu imitieren.

Welche Wachstumsphasen hat die Cannabis Pflanze?

Wie wir Menschen hat die Pflanze auch verschiedene Wachstumsphasen, auf die du gut acht geben musst. Somit kannst du dir beim Hanf anbauen den bestmögliche Ertrag und Qualität sichern. Im Grunde genommen gibt es fünf Phasen.

  1. Einmal die Keimung der Samen
  2. die Wachstumsphase
  3. die Cannabis Blütephase
  4. den Erntezeitpunkt/ -prozess
  5. Trocknen/ Aushärten.

Es ist sehr wichtig, dass du genau darauf achtest, in welcher Phase sich deine Cannabis Pflanze beim Cannabis Anbau gerade befindet. So kannst du ihr zu jeder Zeit die optimalen Anforderungen die sie benötigt bieten.

Keimung

Wenn man nicht gleich mit Stecklingen anfängt, ist es notwendig, die Cannabis Samen erst einmal zum Keimen zu bringen. Dies ist der Beginn eines erfolgreichen Growers. Da viele Anfänger nicht genau wissen, wie sie es machen sollen, haben wir drei bekannte und sehr zuverlässige Methoden herausgesucht, die wir dir erklären werden. Wichtig dabei ist es, dass du immer darauf achtest saubere Hände und sauberes Material zu haben. Gerade in der Keimphase sind die Samen noch sehr anfällig für Krankheiten oder Keime.

Cannabis Keimung mit feuchtem Küchenpapier

Einer der bekanntesten uns sehr zuverlässigen Methode ist die Keimung durch feuchtes Küchenpapier. Hierzu packst du einfach 2 Lagen Küchenpapier auf einen Teller und macht es nass. So saugt sich das Papier voll und du hast ein feuchtes Küchenpapier. Als Nächstes legst du die Samen auf das Küchenpapier. Aber Vorsicht! Lege sie nicht zu nah aneinander und wenn möglich fasse die Samen selber nicht an, sondern nehme einen Löffel oder eine Pinzette. Wenn du alle Samen schön verteilt hast, lege wieder zwei lagen Küchenpapier darüber und mache diese auch wieder nass.

Danach nimmst du den Teller und stellst ihn angewinkelt an die Wand. Somit kann das überflüssige Wasser ablaufen und die Samen befinden sich in einer feuchten Umgebung. Falls das Küchenpapier zu trocken werden sollte, kannst du es die Tage mit frischem Wasser besprühen. Lasse den Teller in einem Raum bei ca. 20–25 Grad und nach 2–4 Tagen sollten die Samen gekeimt sein. Zwischendurch solltest du immer mal wieder nachsehen, ob es schon so weit ist.

Cannabis Keimung mit einfachem Wasserglas

Die zweite Methode ist sehr leicht. Du nimmst dir einfach ein Glas mit kaltem Wasser und stellst es an einen Ort, wo es ungestört ist. Nun packst du ein Samen hinein und wartest 2–3 Tage. Jetzt solltest du kleine Wurzeln sehen, welche aus dem Samen hinauskommen.

Nachdem die Samen wie in Methode 1 und 2 gekeimt haben, nimmst du sie vorsichtig von dem Küchenpapier oder aus dem Glas hinaus. Achte darauf, dass du sie nicht mit der Hand anfasst, da sie gerade jetzt sehr empfindlich sind. Gebe sie nun in einen Topf mit Erde oder Steinwolle. Je nachdem welche Methode und Medium du verwendest. Mache dazu in der Mitte des Topfes ein Loch von ca. 0,5 cm. Setze den Samen hinein und decke ihn wieder zu. Halte die Erde/ Medium feucht aber achte darauf, dass du den Samen nicht ertrinkst. Nach ca. einer Woche sollte nun ein grünes Pflänzchen aus der Erde Stoßen.

Cannabis Keimung durch einfaches einpflanzen

Cannabis Keimlinge kommen aus Erde

Gerade für Anfänger ist die dritte Methode sehr einfach. Packe den Samen einfach direkt in dein Medium (Erde, Steinwolle, etc.). Mache dazu ein ca. 1 cm tiefes Loch und packe den Samen hinein und bedecke ihn leicht mit deinem Medium. Achte darauf, dass du dein Medium feucht aber nicht nass hältst. Nach ca. 5–10 Tagen sollte auch hier die Pflanze aus deinem Medium sprießen. Ab und an kann es aber auch mal bis zu 2–3 Wochen dauern. Deswegen sei nicht zu ungeduldig und lasse der Hanfpflanze die Zeit, die sie braucht.

Sobald auch sie aus dem Medium geschossen kommt, musst du wie bei Methode 1 und 2 darauf achten, das die Hanfpflanze viel Licht und ein optimales Klima bekommt, um mit der Sämlinge Phase/ Wachstumsphase weiterzumachen.

Die eigentliche Cannabis Wachstumsphase

Nun schaut der Keim aus dem Boden heraus. Bis der Keim die ersten Blätter bekommt, nennt man die Phase Keimlings Phase. In dieser Phase solltest du sehr vorsichtig mit der Pflanze umgehen, da die sehr empfindlich und zerbrechlich ist. Sobald dann die ersten Blätter zu sehen sind, geht es weiter in die Cannabis Wachstumsphase/ Vegetationsphase. Nun solltest du die Pflanze auch in einen Topf umpflanzen, damit sie ungestört wachsen kann.

In dieser Phase bilden sich mehrere Blätter und die Hanfpflanze fängt an zu wachsen. Am Anfang eher langsamer, aber sobald sich die Wurzelsysteme der Pflanze gebildet haben, wird das Wachstum schneller werden. Als Option kannst du noch ein Wurzeln Anreger benutzen, der das Wachstum der Wurzeln unterstützt. Diesen kannst du mit Wasser mischen und durch das Gießen der Pflanze hinzugeben. Zusätzlich solltest du darauf achten, dass du die richtige Größe des Topfes wählst, damit sie in den nächsten Wochen ungehindert wachsen kann. Je nach Sorte kann die Wachstumsphase beim Cannabis Anbau zwischen 4 und 8 Wochen dauern. Es kommt natürlich immer darauf an wie groß und buschig du deine Cannabispflanze wachsen lassen möchtest, bevor du die Blütephase einleitest.

In der Wachstumsphase musst du einige wichtige Sachen beachten, damit deine Cannabis Pflanze die optimalen Voraussetzungen hat und du den besten Ertrag erzielen kannst. Mit einer Leuchtstoffröhre oder einer bestimmten LED solltest du der Hanfpflanze jetzt 18 Stunden täglich Licht geben und 6 Stunden Dunkelheit. Die Farbe des Lichtes sollte hier eher blau/weiß eingestellt werden. Somit können die nun vorhandenen Blätter genug Licht aufnehmen, um Chlorophyll zu produzieren, welche das Wachstum beschleunigt. Deine Pflanze sollte jetzt je nach Sorte um die 5 cm groß sein.

Aber Achtung!

Achte darauf, dass die Hanfpflanze ausreichend Wasser bekommt, damit sie die Kraft zum Wachsen hat. Gebe aber nicht zu viel Wasser, damit du sie nicht ertränkst! Wenn du ihr zu viel Wasser gibst, ist die Pflanze sehr anfällig für Schimmel und das ist eine gute Basis für Schädlinge. Die optimale Luftfeuchtigkeit sollte bei 60 – 75 % liegen. Um es dir einfacher zu machen, kannst du auch einen Wasserzerstäuber benutzten um die Pflanze ein zunebeln.

Ab jetzt werden in der Regel auch die bestimmten Grow Techniken angewendet, falls diese geplant sind. Es gibt eine Menge an Techniken heutzutage. Doch die klassischen Methoden sind Sea of Green (SOG) und die SCROG (Screen of Green). Somit kannst du dann einen starken Wachstum in die Wege leiten.

Cannabis Geschlecht erkennen!

Wenn du nicht nur feminisierte Hanfsamen gepflanzt hast, kannst du nach ca. 4 Wochen erkennen, welche Pflanze männlich oder weiblich ist. Es ist sehr wichtig stets ein Auge auf die Pflanzen zu haben, damit du es schnell erkennen kannst. Wenn du eine männliche Pflanze erkennst, solltest du sie schnellstmöglich entfernen. So verhinderst du eine Bestäubung der weiblichen Pflanzen.

Cannabis Dünger

Um einen optimales Wachstum zu erlangen, benötigt die Hanfpflanze Stickstoff und Kalium. Viele hochwertige Erden sind schon vorgedüngt und beinhalten viele Nährstoffe. Somit brauchst du mehrere Monate keinen extra Dünger hinzugeben. Wenn du trotzdem ein gehemmtes Wachstum beobachtest oder eine Verfärbung der Blätter (meist gelblich), solltest du die Pflanze mit etwas Dünger unterstützen. Wichtig ist, dass du ihr nicht zu viel davon gibst. Deswegen schaue lieber auf die Gebrauchsanweisung, wie viel man verwenden sollte.
Keimlinge bekommen keinen Dünger, da sie in dieser Phase sehr empfindlich sind. Pflanzen ab 2-3 Wochen können unterstützt werden und je größer sie werden, desto mehr können sie vertragen.

Cannabis Blütephase

Sobald du erkennen kannst, um welches Geschlecht es sich bei deiner Pflanze handelt, hat die frühe vor Blütephase angefangen. Ab jetzt kannst du durch eine Lichtumstellung die Blütephase einleiten. Wenn du sie allerdings zu früh eingeleitet hast, kann es zu Deformierungen oder Zwitterbildungen kommen, was du auf keinen Fall möchtest.

In der Blütephase änderst du den Rhythmus der Cannbis pflanze und simulierst im Growroom oder in deiner Growbox den Herbst ein. Hierzu musst du die Belichtungszeit von 18 Stunden auf 12 Stunden runter Drehen und der Pflanze 12 Stunden Dunkelheit geben. Dazu sollten weiterhin LEDs oder klassische Natriumdampflampen benutzt werden. Das Lichtspektrum musst du in dieser Phase in den roten Bereich einstellen. Auch die Temperatur musst du anpassen. Die Pflanze fühlt sich am wohlsten während der Beleuchtung bei einer Temperatur zwischen 24 – 28 °C und in der Dunkelheit von ca. 18 °C. Da die Cannabis Pflanzen jetzt buschiger geworden sind, solltest du auch die Luftfeuchtigkeit auf ca. 50  – 60 % reduzieren, damit sich kein Schimmel bildet.

Die Konzentrationsphase auf die Cannabis Blüten

Sobald du die Blütephase eingeleitet hast, konzentriert sich die Hanfpflanze voll und ganz auf das produzieren der Cannabis Blüten. Nach 1–2 Wochen solltest du schon die ersten Blütenansätze sehen und je nachdem welche Sorte du hast, kann die Dauer der Phase ca. 5 – 10 Wochen dauern. Jetzt braucht die Hanfpflanze besonders viel Wasser und Nährstoffe damit du besonders reichhaltige Blüten bekommst. Das Wasser kann einfach mit Dünger und den Nährstoffen angereichert werden. Somit kann die Pflanze beim Gießen alle Nährstoffe zu sich nehmen.

Wichtige Nährstoffe in der Blütephase sind Phosphor und Kalium. Achte darauf, dass du nun die Stickstoffzugabe verringerst. Ganz wichtig ist es, dass du der Cannabis Pflanze nur so viel Wasser gibst, wie sie braucht und sie nicht ertränkst. Auch bei dem Dünger oder den Nährstoffen solltest du acht geben. Gebe lieber weniger als zu viel, da sonst der Boden Übersäuern kann und die Wurzeln kein Wasser oder Nährstoffe mehr zu sich nehmen können.

Am besten fängst du immer mit ⅓ der empfohlenen Verpackungsbeilage an. Dann bist du auf der sicheren Seite. Sollten Mangelerscheinungen auftreten, kannst du immer noch mehr dazu geben. Einige Leute schwören darauf in der Blütephase die unteren kleinen Äste abzuschneiden. Somit kann sich die Pflanze voll und ganz auf die Blüten konzentrieren und die Energie dafür verwenden. Zusätzlich ermöglicht es eine gute Durchlüftung der Pflanzen um u. A. auch Schimmel zu vermeiden.

Cannabis ernten – Der richtige Zeitpunkt!

Wann genau sollst du die Blüten nun Ernten?
Das fragen sich oft nicht nur Anfänger, sondern auch erfahrene Grower. Diesen genauen Zeitpunkt zu finden ist sehr wichtig da du sonst eine minderwertige Ernte erzielen kannst. Da jede Hanfpflanze unterschiedlichen Bedingungen ausgesetzt ist, kann man keine pauschalen Angaben über den Erntezeitpunkt geben. Hier musst du ganz allein auf ein geschultes Auge setzen. Auch, wenn auf den Samenpackungen manchmal eine bestimmte Zeit angesagt wird. Dies sind alles nur Richtwerte.

Anzeichen

Während der Blütezeit solltest du grundsätzlich die Hanfpflanze ständig im Blick haben und sehen, ob sie irgendetwas benötigt oder Erntereif ist.
Folgende Hinweise zeigen dir, dass sie Erntereif ist:

  • Es findet eine Reduzierung der Harz Produktion statt
  • Du nimmst einen starken THC Geruch war
  • Die Blätter um die Blüte herum werden leicht gelblich und fallen zum Teil ab
  • Trichome der Pflanze verfärben sich von weiß zu bernsteinfarben (größte Teil auf den Blüten)

Der letzte Punkt ist der wichtigste Punkt, auf den du dich konzentrieren solltest.
Zu Beginn sind die Trichome weiß/ milchig und bilden den Harz der Hanfpflanze. Im Laufe der Zeit bildet sich dann eine kleine Kugel oben auf den Trichomen, welche du gut im Auge behalten solltest. Denn sobald sie braun/ bernsteinfarben sind, enthält die Pflanze den maximalen THC Gehalt und ist bereit um geerntet zu werden.
Am besten nimmst du dir eine Lupe zur Hilfe, damit du es besser erkennen kannst.

Die meisten Grower ernten, wenn 50 % der Trichome bernsteinfarben sind und die andere Hälfte noch heller. Wenn du lieber ein milderes High haben möchtest, dann solltest du schon ein wenig vorher, wenn noch mehrere Trichome milchig sind die Blüten ernten.
Andere wiederum warten noch länger, bis fast alle Trichome bernsteinfarben sind. Wenn die Trichome allerdings alle schon braun werden, hat der Zerfall der Pflanze begonnen und dann musst du schnell handeln, da der optimale Erntezustand dann bereits überschritten ist.

Ernteprozess

Nun ist es so weit und das Warten hat “fast” ein Ende. Die Blüten können nun geschnitten und getrocknet werden. Doch um alles richtigzumachen, musst du auch hier einiges beachten.

Vorbereitung
Hast du den perfekten Zeitpunkt zur Ernte gesichtet, musst du einige Vorbereitungen für die Ernte beachten. Somit sicherst du dir die bestmögliche Qualität.

  • Zehn Tage vor der Ernte solltest du nur noch mit normalem Wasser und ohne Nährstoffe oder Dünger die Pflanze gießen. Damit sicherst du einen Abbau des Düngers welchen du später nicht in den Blüten haben und ggf. Rauchen möchtest. Dieser ist dann meist bitter, wenn man es nicht macht.
  • Die Lichtdauer kann in den letzten drei bis 4 Tagen auf nur noch 1–2 Stunden reduziert werden.
  • Eins bis zwei Tage vor Ernte sollte die Pflanze nicht mehr gegossen werden
  • Lasse die Pflanze 24 Stunden vor der Ernte komplett im Dunkeln.

Durch all die genannten Schritte werden jegliche Schadstoffe ausgespült und frühzeitig abgebaut. Zusätzlich signalisiert du der Pflanze, dass die Ernte bevorsteht und sie nochmal all ihre Energie in die Blüten stecken kann.
Bevor es dann losgeht, solltest du mit dem richtigen Equipment ausgestattet sein und es griffbereit haben. Dazu zählen folgende Werkzeuge:

  • Schneidgeräte (Blumenschere, normale Schere, Nagelschere)
  • Eine große Arbeitsfläche
  • Falls du verschiedene Sorten hast Schilder zum Beschriften
  • Gummihandschuhe
  • Netz und Leinen damit du die Hanfpflanze aufhängen kannst und alles weitere Trocken lassen kannst.

Cannabis Ernten

Jetzt mit der richtigen Vorbereitung kann es losgehen. Am besten fängst du morgens an, da der THC Gehalt dann am höchsten ist. Als aller erstes solltest du die Pflanze unten über der Erde mit einer Gartenschere abschneiden. Achte ganz besonders darauf, dass die Pflanze und vor allem die Blüten nicht den Boden berühren und damit verunreinigt werden.

Hänge sie nun umgekehrt auf, damit sie nicht den Boden berühren kann und du alle weiteren Arbeitsschritte einfach durchführen kannst. Jetzt fängst du an, alle großen Blätter abzuschneiden und packst sie in eine geschlossene Tüte, damit du sie entsorgen kannst. Diese werden nicht weiter benötigt.
Nun arbeitest du dich langsam Richtung Blüte und schneidest auch alle weiteren kleinen Blätter ab. Da die kleinen Blätter Trichome besitzen welche auch THC enthalten, kannst du diese auf ein Netz packen und auch trockenen lassen. Damit kann später dann Shit hergestellt werden. In der letzten Phase trennst du die Blüten nach und nach ab und behandelst sie nochmal extra. Dieser Vorgang wird auch Maniküre der Blüten genannt.

Cannabis Blüte (Buds) vor dem Trocknen behandeln!

Um die Buds optimal für das Trocknen und später zum Rauchen vorzubereiten, werden nun alle kleinen Blätter und Stängel entfernt. Dafür solltest du Zeit einplanen, da das der längste Part sein wird. Ziehe für den Prozess unbedingt Gummihandschuhe an, damit die Buds nicht dreckig werden und da sie auch sehr harzig sind und du den Harz später dann abkratzen und verwenden kannst.

Gehe durch die Buds und suche nach Blättern oder Stängeln, welche du dann mit einer Nagelschere vorsichtig entfernst. Solltest du es nicht schaffen, sollte der Schnitt bündig zur Blüte sein. Alle abgeschnittenen Blätter packst du dann auch auf das Netz zum Trocknen, da auch sie THC enthalten. Durch das Netz bekommen die Blätter von beiden Seiten Luft und du linderst das Schimmelrisiko.
Nun können die perfekt vorbereiteten Blüten getrocknet und später dann geraucht werden.

Trocknen und Aushärten beim Hanf anbauen!

Jetzt hast du endlich die Blüten geerntet und ihr eine Maniküre verpasst. Doch nicht zu schnell. Das Warten hat noch kein Ende. Gerade jetzt hast du noch einen sehr wichtigen Schritt vor dir, welcher den Geschmack und die Qualität deines Weeds ausmacht.

Direkt nach deiner Ernte hat die Blüte noch ca. 75 % Wasser enthalten. Jetzt heißt es nun noch einmal Geduld zeigen und deine Blüten richtig trocknen und aushärten lassen. Nicht nur das Wasser verdunstet von 75 % auf ca. 10 % auch das Chlorophyll welches noch enthalten ist, verdunstet. Dadurch verschwindet dann auch der kratzende und bitteren Geschmack beim Rauchen. Oft bekommt man auf der Straße kein vernünftig getrocknetes Weed, da die Grower auf Masse Cannabis anbauen und es sie selber nicht interessiert, wie das Weed schmeckt. Dann ist es oft so, dass die Blüten von außen angetrocknet wurden, aber von innen noch feucht sind und somit auch schwer verbrennen.
Doch wie trocknest du die manikürten Blüten richtig?

Cannabis trocknen

Cannabis Trocknen nach growing

Oft liest man im Internet, dass man die Blüten auf Zeitung oder Papier legen soll. Doch das ist falsch, da sie durch das Papier extrem anfällig für Schimmel sind und keine gute Lüftung haben. Es gibt verschiedene Methoden doch lasse uns hier nur auf die ein oder andere eingehen. Als Option könntest du auch hier wieder zu einer Growbox greifen oder einem Trockenraum, wenn er dir gegeben ist. Auch hier wirst du wieder einige Utensilien benötigen. Der Raum sollte eine Fläche von ca. 5 m² haben, um es kontrollierbar zu halten.

Egal für welche Methode du dich entscheidest, solltest du auch hier auf die Luftfeuchtigkeit und Temperatur achten. Somit kannst du optimale Ergebnisse erzielen. Als Erstes solltest du einen Raum finden, welcher dunkel gehalten wird. Damit sicherst du, dass das THC durch das Licht nicht aus der Blüte entfliehen kann. Dazu sollte der Raum auch wie bei dem Cannabis Anbau mit Frischluft versorgt werden. Die Lufttemperatur sollte zwischen 15’C – max. 20’C liegen und die Luftfeuchtigkeit sollte bei 50 % gehalten werden. Hierbei ist es sinnvoll einen Thermo-/ Hygrometer und einen Umluft Ventilator zu benutzen, um alles gut im Blick zu haben.

Auch beim cannabis trockenen musst du darauf achten, dass der Duft nicht entweicht. Sonst könnten andere Leute in deiner Nähe ihn wahrnehmen und ihr eventuell der Polizei melden. Da die Blüten von allen Seiten Luft bekommen sollen und sich gegenseitig nicht berühren sollen, ist es wichtig genügend Platz zu schaffen. Hänge sie kopfüber mit dem Stängel am besten an ein Gitter oder woanders ran. Dazu benötigst du dann zusätzlich eine Schnur/ Wäscheleine oder ein Trockennetz.

Der Prozess kann hier auch zwischen 2 – 3 Wochen dauern. Prüfe ab und zu ob die Stängel sich einfach brechen lassen. Sobald dies der Fall ist, sind deine Blüten getrocknet und können nun ausgehärtet werden. Wenn sie allerdings noch etwas nachgeben, musst du noch ein wenig Geduld haben. Es ist sehr wichtig, dass du unter keinen Umständen versucht den Trockenprozess zu beschleunigen. Solltest du das tun, hat das Chlorophyll nicht die Möglichkeit auf natürliche Weise zu verdampfen und du wirst es am Ende mitrauchen. Dies verursacht den bitteren und kratzenden Geschmack beim Rauchen.

Cannabis fermentieren

Nun, da die Blüten getrocknet sind, solltest du sie aushärten lassen. Dadurch lässt du die Aromen zum Vorschein treten. Zusätzlich wird durch das cannabis Fermentieren mehr Chlorophyll und Pigmente abgebaut, welche die Farbe der Blüte verblassen lässt. Auch hier gibt es wieder verschiedene Methoden welche zwischen 2 Wochen und 2 Jahren dauern kann. Doch normalerweise reicht es zwischen zwei bis drei Wochen.

Die einfachste und bekannteste Methode ist es, die getrockneten Blüten in ein luftdichtes Glas zu packen. Achte darauf, dass du es nur zu ⅔ füllst, damit es noch Platz für Luft hat. Sollten sie zu eng sein kann es zu Problemen mit der Feuchtigkeitskontrolle und somit zum Schimmel kommen. Das Glas sollte an einem kühlen und dunklen Ort gelagert werden. In den ersten zwei Wochen solltest du es täglich für kurze Zeit 1–2 öffnen. Damit ermöglicht du den getrockneten Blüten gleichmäßigen Luftstrom und du kannst sie nach Schimmel und Feuchtigkeit untersuchen.

Achte beim Öffnen des Glases auf den ersten Duft, der dir entgegenkommt. Sollte dieser nach Ammoniak riechen, war es im Glas zu feucht und die Bakterien, welche für die Fermentierung zuständig sind, sind gestorben. Dann ist der Aushärtungsprozess gescheitert. Wenn nach zwei Wochen allerdings alles normal riecht, ist der Versuch sehr wahrscheinlich gelungen. Jetzt kannst du das Glas weniger häufig öffnen und nach 4 Wochen ein sehr genüssliches Gras genießen. Zwischendurch kannst du immer mal ein teil der Blüte pur rauchen um den Geschmack und die Qualität zu testen.

Immer mehr Leute machen positive Erfahrungen mit den Vorteilen von Vaporizer, wodurch man den Geschmack der Blüte noch intensiver schmeckt.

Der Aushärtungsprozess kann bis zu zwei Jahren hingezogen werden. Einige Feinschmecker rauchen zum Beispiel nur Weed, welches für mindestens ein Jahr ausgehärtet wurde. Optional packen manche Grower, wenn das Weed zu trocken geworden ist, Orangenscheiben mit in das Glas. Somit nimmt die Blüte wieder etwas Feuchtigkeit und einen anderen Geschmack auf. So kannst du auch immer mal ein bisschen rum Experimentieren und sehen was für dich am besten schmeckt.

Fazit Cannabis Anbau

Ob Indoor oder Outdoor Growing – Bei beiden Methoden weißt du, was in deinem Gras enthalten ist und kannst dir selber aussuchen, was genau du haben möchtest. Solltest du optimal Bedingungen für das Outdoor Growing haben, ist dies natürlich eine Einfachere und nicht so kostenintensive Lösung.

Hast du aber wenig Platz und keine Outdoor Fläche zur Verfügung, dann ist das Indoor Growing eine gute Alternative. Allerdings musst du hier tiefer in die Tasche greifen und dich mehr mit dem Thema beschäftigen, um optimale Bedingungen für die Pflanze zu schaffen. Beide Methoden sind zeitintensiv und du wirst nicht gleich an Gras kommen. Allerdings macht es Spaß und man lernt viel dazu. Vielleicht packt es dich ja und du wird ein Hobbygärtner. Erkundige dich, ob das Hanf anbauen in deinem Land erlaubt ist oder nicht. Nicht, dass es strafrechtliche Konsequenzen für dich hat.

Cannabis Anbau FAQ’s –  Die wichtigsten Fragen und Antworten

Es kommt darauf an, ob du dich für Indoor oder Outdoor Growing entscheidest. Für beides brauchst du auf jeden Fall weibliche Cannabis Samen, Nährreiche Erde, ggf. Dünger, gute Beleuchtungsvoraussetzung. Für das Ernten brauchst du dann das richtige Werkzeug für die sogenannte “Maniküre” und das Trocknen und Aushärten deines Ertrages.

Kurz geantwortet kann unter den besten Voraussetzungen der Cannabis Anbau bis zur Ernte 3-4 Monate dauern. Je nachdem für welche Anbauart und welche Gattung du dich entscheidest, kann die Länge bis zur Ernte variieren. Selbst für die verschiedenen Phasen bist du zum Teil selbst verantwortlich.

In Deutschland ist der Cannabis Anbau gemäß § 29 I Nr. 1 BtMG rechtswidrig. Man kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden.

Hier gibt es viel zu beachten. Am besten überlegst du erst einmal, ob du Indoor oder Outdoor anbauen möchtest. Du musst dich für eine Cannabis Art entscheiden, welche du anbauen möchtste. Danach musst du dich dann entscheiden, welche Art und welches Verfahren du beim Cannabis Anbau anwenden kannst.

Es kommt immer darauf an, was für Möglichkeiten dir gegeben sind und welches Klima du der Pflanze Outdoor ermöglichen kannst. Jegliche Art vom Anbau ist möglich, allerdings musst du immer gewisse Sachen beachten!

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